JULIA KOSCHITZ

(JuliA)

1974 in Brüssel, Belgien geboren, absolvierte die Österreicherin Julia Koschitz von 1995 bis 1998 ihr Schauspielstudium am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien. Zunächst als festes Ensemblemitglied am Landestheater Coburg sowie am Theater Regensburg, stand sie seit 2002 als freie Schauspielerin auf verschiedenen Theaterbühnen, unter anderem im Münchner Metropol Theater oder im Kleinen Theater Kammerspiele Landshut. Für ihre dortige Darstellung der „Nora“ in Henrik Ibsens gleichnamigem Stück wurde sie 2006 mit dem Darstellerpreis der Bayerischen Theatertage geehrt.

Der Einstieg in die Fernsehbranche gelang Julia Koschitz 2004 mit Franz Xaver Bogners Grimme-Preis-gekrönter bayerischer Polizistenserie „München 7“, in der sie als Polizistin Sandra Holzapfel zu sehen war. Mit Florian David Fitz stand sie ebenfalls bereits erfolgreich vor der Kamera: An seiner Seite spielte sie die zickige Oberärztin Dr. Hassmann in der beliebten und mit dem Deutschen Fernseh- und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten Comedy-Serie „Doctor’s Diary“. Im jüngst mit dem Bernd-Burgemeister-Preis ausgezeichneten ZDF-Drama „Pass gut auf ihn auf“ (2013) berührte Julia Koschitz als krebskranke Mutter, ebenfalls unter der Regie von Johannes Fabrick. Für ihre überzeugende Darstellung erhielt sie den Deutschen Schauspielerpreis als „Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle“ und den Bayerischen Fernsehpreis, sowie in Monte Carlo die Goldene Nymphe als „Beste Hauptdarstellerin“.

Neben zahlreichen Fernsehfilmen, ist Julia Koschitz auch immer wieder auf der Kinoleinwand präsent: In RUHM (2012, Regie: Isabel Kleefeld), der Verfilmung des gleichnamigen Buches von Daniel Kehlmann, oder in der österreichischen Kriminalkomödie DER FALL DES LEMMING (2009, Regie: Nikolaus Leytner). Ihr präzises, nuanciertes Spiel konnte sie vor allem auch in der wiederholten Zusammenarbeit mit Regisseur Ralf Westhoff unter Beweis stellen: In dessen Debüt, der Speed-Dating Komödie SHOPPEN (2007), setzte sie Westhoffs Dialoge mit großem Witz und Charme um. Es folgte die Hauptrolle in der Beziehungskomödie DER LETZTE SCHÖNE HERBSTTAG (2010), für die sie in der Kategorie „Schauspiel weiblich“ für den Förderpreis Deutscher Film nominiert war. Nach HIN UND WEG (Regie: Christian Zübert) startete 2014 die Komödie BOCKSPRÜNGE (Regie: Eckhard Preuß), wo Julia Koschitz neben Friedrich Mücke, Benjamin Sadler und Jule Ronstedt zu sehen war. Im Herbst des vergangenen Jahres stand sie für Johannes Fabrick vor der Kamera: In dem Drama „Unsichtbare Jahre“ (AT) spielt Julia Koschitz die Rolle der Bea, die sich für das abenteuerliche Doppelleben als Spionin entscheidet und über Jahre hinweg als Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes die Stasi mit vertraulichen Akten versorgt.

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